1,00 mol eines idealen einatomigen Gases lässt man vom Ausgangszustand T1=300K, p1=1,00bar unter adiabatischen Bedingungen gegen einen konstanten Außendruck pa=0,200bar expandieren, bis sich das Volumen des Gases verdreifacht hat.
Ermitteln Sie für diesen Prozess die folgenden Größen (Wärmekapazität aus Gleichverteilungssatz):
a) die am Gas geleistete Arbeit W,
b) die Änderung der inneren Energie ΔU,
c) die Endtemperatur des Gases T2,
d) den Enddruck des Gases p2,
e) die Änderung der Enthalpie ΔH,
f) die Entropieänderung des Gases ΔS.
Hinweis zu f): Zur Lösung zerlegen Sie den Prozess in 2 Teilschritte: (1) Abkühlung bei konstantem Volumen und (2) reversible isotherme Expansion.
Zunächst mal: "gegen einen ... Außendruck" bedeutet immer "irreversibel".
Das Anfangsvolumen ist aus pV=nRT zu berechnen: V1=nRT1p1=1mol⋅8,314JmolK⋅300K1⋅105Nm2 = 0,024942m3. Da das Endvolumen das dreifache Ausgangsvolumen sein soll, ist V2=3⋅V1=3⋅0,024942m3 = 0.074826m3. Und die Volumenänderung ist ΔV=V2−V1=0.074826m3−0,024942m3=0.049884m3.
Die Wärmekapazitäten aus dem Gleichverteilungssatz: CV=n⋅f2⋅R=1mol⋅32⋅8,314JmolK=12,471JK und Cp=n⋅f+22⋅R=1mol⋅52⋅8,314JmolK=20.785JK, κ=1,66.
a) die am Gas geleistete Arbeit W:
Nach http://www.pci.tu-bs.de/aggericke/PC1/Kap_II/Expansion.htm ist für eine irreversible adiabatische Expansion: ΔW=−pa⋅ΔV = −0,2⋅105Nm2⋅0.049884m3 = −997.68J.
b) die Änderung der inenren Energie ΔU:
Ist identisch mit der Arbeit. ΔU=−pa⋅ΔV = −0,2⋅105Nm2⋅0.049884m3 = −997.68J.
c) die Endtemperatur des Gases T2:
Nach http://www.pci.tu-bs.de/aggericke/PC1/Kap_II/Expansion.htm ist für eine irreversible adiabatische Expansion: ΔT=−paΔVCV=−0,2⋅105Nm2⋅0.049884m312,471JK = −79.993585117K ≈ 79.994K. Damit ist die Endtemperatur T2=300K−79.994K=220,006K.
d) der Enddruck des Gases p2:
Wir haben ja mittlerweile T2 und V2, da müsste doch p2 mit Hilfe von pV=nRT berechenbar sein. p2=nRT2V2=1mol⋅8,314JmolK⋅220,006K0.074826m3=24445.111111111Nm2=0.24445bar
e) die Änderung der Enthalpie ΔH
In http://www.staff.uni-mainz.de/kolb/lehre/vorlesungen/PCIII/PCIII_Vorlesu... findet man auf Seite 2 unten für eine irreversible adiabatische Expansion: H1=H2, also ist ΔH=0.
f) die Entropieänderung des Gases ΔS.
Auf jeden Fall nimmt die Entropie zu, aber wie berechnen?
Zur Lösung zerlegen Sie den Prozess in 2 Teilschritte: (1) Abkühlung bei konstantem Volumen (isochor) und (2) reversible isotherme Expansion.
(1) Hierfür kann man http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/vsc/de/ch/13/vlu/thermodyn/haupts... ΔS=CVlnT2T1
(2) Für isotherme Expansion (und Kompression) gilt (egal, ob reversibel oder irreversibel)
ΔS=n⋅R⋅ln(V2V1)