You are here

Ag/AgCl-Aufgabe

Aufgabe

Die Potentialdifferenz zwischen einer Wasserstoffmesselektrode und einer Silberchloridbezugselektrode beträgt 0,420 V.  Welchen pH-Wert besitzt die Messlösung (25°), in die die Wasserstoff eintaucht, wenn das Standardpotential der Silberchloridelektrode 0,234 V beträgt und die Kaliumchloridlösung 0,1-aktiv ist?

Lösungsversuch

Die Silber/Silberchlorid-Elektrode ist hier keine Standardelektrode, weil die Konzentration von Cl nicht 1-molar ist. Entsprechend der Überlegung in https://de.wikipedia.org/wiki/Silber-Silberchlorid-Elektrode ist das Potential dieser Elektrode (0,1molar KCL) im Wesentlichen abhängig von a(Cl).  Und dieses Potential rechnen wir jetzt aus:

E=E0+RTFlnKLRTFlna(Cl)

Zahlen einsetzen:

E0 ist das Standardpotential der Ag+/Ag-Elektrode (=0,8V)

E0+RTFlnKL ist das Standardpotential der AgCl-Elektrode (=0,234 V)

E=0,234V8,31429896485,33289ln0,1

E=0,234V0,025678ln0,1

E=0,234V0,025678(2,3026)  =  0,293V

Und wie weiter?  Auf der Silberchlorid-Seite haben wir also 0,293V (gegen 0V), die Spannung zwischen Silberchlorid-Seite und  Wasserstoff-Seite ist 0,420 V. Es gilt:  ΔE=0,420V=EedelEunedel=0,293VEunedelalso muss die Wasserstoffseite eine Spannung von Eunedel=(0,420V0,294)=0,127V (gegen 0 V) haben.

Für die Wasserstoffseite gilt auch wieder der Nernst: E=E0+0,0592lg(a(H3O+)). Hier ist E0=0 per Definition. Einsetzen der bekannten Werte:

0,127V=0V+0,0592lg(a(H3O+))

0,127=0,0592lg(c(H3O+)2)

0,127=0,05922lg(c(H3O+))

0,127=0,059lg(c(H3O+))

2,15=lg(c(H3O+))

2,15=lg(c(H3O+))

2,15=pH